Orakelkarten

Wir kennen inzwischen unzählig viele verschiedene Orakeldecks. Dabei gibt es keine Richtlinien oder ähnliches. Rein theoretisch kann man jedes Set aus Karten zum orakeln benutzen. Auch das Tarot ist ein Orakeldeck, aber nicht jedes Orakeldeck ist ein Tarot. Während das Tarot eine Art festes „Grundgerüst“ hat, das bis auf wenige Ausnahmen bei allen Tarotdecks gleich ist, so sind die Unterschiede bei diversen Orakeldecks teilweise riesig.

Es gibt beispielsweise Orakeldecks bei denen bereits die Kartenbedeutung mit auf der Karte in Form eines Stichwortes oder eines Spruchs aufgedruckt ist, diese eignen sich meist besonders gut als „Tageskarten“, als zusätzlicher Hinweis zu einer Legung, oder als kurzer „Hinweis“ zwischendurch, wenn keine Zeit für eine große Legung ist, als Denkanstoß für eine Meditation oder ähnliches. Sie werden auch Inspirations-Decks oder Inspirations-Karten genannt. Diese Art der Orakeldecks ist im Prinzip für jeden direkt zugänglich und auch ohne vorherige Kenntnisse leicht zu benutzen. Einige dieser Decks eigenen sich ebenfalls durchaus auch für Legungen mit mehreren Karten, allerdings ist dann wieder eine eingehendere Beschäftigung mit den Karten nötig.

Die meisten Orakeldecks haben jedoch ebenso wie das Tarot eine Struktur und eine ganz spezielle Symbolik. Am gebräuchlichsten sind neben dem Tarot (insbesondere im deutschsprachigen Raum) wohl die Lenormandkarten, die Kipperkarten, die Zigeunerkarten und die Skatkarten. Diese vier Decks sind sich vom Aufbau her recht ähnlich. Sie bestehen alle aus 36 Karten und sie können zu der sogenannten „Großen Tafel“, einer Legung bei der alle Karten auf einmal ausgelegt werden, benutzt werden. Die spezielle Herausforderung bei diesen Decks liegt in den unzähligen Kombinationsmöglichkeiten der Karten, da Kombinationen aus meist 2 oder 3 Karten zu bestimmten Bedeutungen zusammengefasst werden. Besonders gut eignen diese vier Decks sich meiner Meinung nach, um sich einen Überblick über die momentane Situation zu verschaffen, wobei der Schwerpunkt auf „Alltäglichem“ liegt, aber natürlich können auch diese Decks zur Innenschau benutzt werden, ich persönlich bevorzuge dafür aber das Tarot.

Es gibt noch viele weitere, sehr unterschieliche Orakeldecks, die alle eine individuelle Struktur haben. Sie alle aufzuzählen ist kaum möglich, ich werde aber im Laufe der Zeit sicher hier und da das eine oder andere vorstellen.